Klaviere und Pianos preiswert

Unsere Klaviere und Pianos sind trotz des enorm niedrigen Preises sehr gute neue Instrumente für Anfänger, Schüler, Schulen und Chöre!

 

 

Es gibt nichts Schöneres als ein neues Klavier. Während fortgeschrittene Pianisten mit professioneller Perspektive lieber in einen guten Flügel oder sogar Konzertflügel investieren sollten, gibt es eine große Nachfrage nach qualitativ robusten, neuen Klavieren zu absoluten Tiefpreisen, die trotzdem sehr gut klingen und sehr gut spielbar sind. Ein echtes Klavier ist einem elektronischen Digitalpiano immer vorzuziehen, da nur an einem richtigen Klavier ein pianistischer Anschlag entwickelt werden kann.

Diese Klaviere sind für Anfänger bestens geeignet, aber auch für Schulen, Chöre, öffentliche Orte, Musikschulen. Auch für Bars, Clubs, Restaurant-Betriebe, Hotels oder alle anderen denkbaren Einsatzmöglichkeiten sind diese Instrumente wie gemacht.

Im Ausland teilproduziert und dann von deutschen Klavierbaumeistern für den deutschen Markt modifiziert, ist es möglich Ihnen ein solches Instrument für nur

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Sollten Sie sich für Instrumente (Klaviere, Pianos oder Flügel / Konzertflügel) deutscher oder internationaler Marken, die sich in einer völlig anderen Preisklasse bewegen, interessieren, so können wir Sie ebenfalls kompetent beraten. Von Steinway & Sons über KAWAI, Yamaha, Bechstein, Schimmel und zu allen anderen Marken können wir ebenfalls sehr attraktive Angebote machen.

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Klavier (von lt. clavis „Schlüssel“, im übertragenen Sinne auch „Taste“) bezeichnet im allgemeinsten Sinne ein beliebiges Tasteninstrument, wird jedoch heute im engeren Sinne vorwiegend für die Nachfahren des gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Florenz erfundenen Hammerklaviers verwendet, bei dem auf Tastendruck über eine spezielle Mechanik Hämmerchen gegen Saiten geschlagen werden. Da es durch diese Technik im Unterschied etwa zum Cembalo möglich wurde, laut (forte) und leise (piano) zu spielen, nannte man dieses Instrument Pianoforte oder seltener auch Fortepiano. Heute wird es oft kurz Piano genannt.

Hinsichtlich der Bedienung ist das Klavier ein Tasteninstrument, hinsichtlich der Erregungsart ein Schlaginstrument und hinsichtlich des schwingenden Mediums ein Saiteninstrument.
Die modernen Hauptformen des Klaviers sind der Flügel (englisch grand piano) und das Pianino (englisch upright piano). Letzteres wird umgangssprachlich oft einfach mit „Klavier“ gleichgesetzt.
Gegen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wurde viel experimentiert, um ein Tasteninstrument zu konstruieren, das eine dynamische Spielweise (leise, laut und feine Abstufungen) durch unterschiedlich starken Anschlag der Tasten ermöglichte. Der erste, dem dies gelang, war Bartolomeo Cristofori, ein italienischer Instrumentenbauer aus Padua, der spätestens seit 1690 am Hofe Ferdinando de’ Medicis (1663–1713) in Florenz als Hofcembalobauer und Kustos der Musikinstrumente-Sammlung angestellt war. Das Inventar der Musikinstrumente aus dem Jahre 1700 listet ein „arpicembalo che fà il piano e il forte“ (Cembalo, das laut und leise spielen kann) auf, das üblicherweise auf das Jahr 1698 datiert wird und als erstes Hammerklavier gelten kann. Vermutlich baute Cristofori in den Werkstätten im Erdgeschoss der Uffizien bereits 1694 einen Prototyp. Nach einem Treffen mit Cristofori veröffentlichte der römische Literat und Journalist Scipione Maffei im Jahre 1711 einen Artikel im Giornale dei letterati d’Italia über ein um 1709 von Cristofori gebautes Instrument, das „gravicembalo col piano e forte“ (Cembalo mit (Befähigung zu) Leise und Laut) genannt wurde. Dieser Artikel enthielt eine Skizze der besonderen Spielmechanik und eine detaillierte Beschreibung der Mechanik, mittels dessen Übersetzung ins Deutsche später der Orgelbauer Gottfried Silbermann 1726 seinen ersten Hammerflügel konstruierte.

Cristoforis Instrumente waren bereits erstaunlich ausgereift. Die Mechanik verfügt über einen Mechanismus, bei dem der Hammer mittels einer Stoßzunge und Übersetzungshebel gegen die Saite geschleudert wird (Stoßmechanik mit Treiber, d. h. übersetzendem Zwischenhebel); eine sogenannte Auslösung (Auskopplung des Hammers von der Tastenbewegung kurz vor dem Anschlag) verhindert ein Festdrücken des Hammers und ungewolltes Bedämpfen an den Saiten. Per Ton separierte Dämpfer verhindern das Weiterklingen der im Vergleich zum Cembalo kräftigeren Saiten nach dem Loslassen der Taste. Cristofori verwendete bereits Doppelsaiten (zwei Saiten pro Ton), um das Klangvolumen zu vergrößern, sowie seit 1722 den una corda-Mechanismus; die Instrumente umfassten vier Oktaven (heutige meistens 71/3, bzw. 88 Tasten). Das Instrumentengehäuse hatte er für die deutlich höheren Zugkräfte des Hammerklaviers gründlich verstärkt.
Trotz ihrer ausgezeichneten Qualität fanden die ersten Hammerklaviere in Italien keine große Resonanz, wohl wegen ihres zum Cembalo vergleichsweise hohen Fertigungsaufwandes und anfangs auch schwachen Tones, weshalb Cristofori 1726 aufhörte, Hammerflügel zu bauen. Er widmete sich bis zu seinem Lebensende wieder allein dem Cembalobau. Insgesamt fertigte er knapp 20 Hammerflügel an, von denen heute noch drei erhalten sind. Das älteste bekannte Exemplar von 1720 steht im Metropolitan Museum of Art in New York, eines aus dem Jahre 1722 im Musikinstrumentenmuseum in Rom und eines aus dem Jahre 1726 in der Instrumentensammlung der Universität Leipzig.

Zwei Schüler und Gesellen Cristoforis, Domenico del Mela (1683 bis ca. 1760) und Giovanni Ferrini (ca. 1699 bis 1758), bauten noch einige Instrumente mit Hammermechanik, die v.a. auf der iberischen Halbinsel Beliebtheit erlangten und an den Königshöfen Spaniens und Portugals eine eigene Tradition begründeten. 1732 hatte Lodovico Giustini in Florenz die erste speziell fürs Hammerklavier geschriebene Musik komponiert, die Anweisungen zum Lauterwerden (Crescendo) und Leiserwerden (Decrescendo) enthielt und anlässlich eines diplomatischen Besuchs des portugiesischen Kronprinzen am florentinischen Hof der Medici gespielt wurde. Der Prinz machte den Christofori-Lehrlingen Angebote, in Portugal unter seiner Sponsorenschaft weiterzuarbeiten, die sie annahmen; sie begleiteten ihn auf dem Rückweg nach Portugal. Hieraus entstand die portugiesische und spanische Klavierbautradition. In Italien hingegen endete nach Ferrinis Tod für viele Dekaden die Klavierbautradition.

Einige unabhängige Erfindungen in Frankreich, Cuisinés Clavier (1708) und Jean Marius' Clavecin à maillets (1716), beide vermutlich inspiriert durch Hebenstreits Pantaleon, schienen auf Grund technischer Schwierigkeiten nicht über den Status von Kuriositäten hinauszugehen. Der Funke sprang hingegen auf Deutschland über, das für die folgenden Jahrzehnte, zusammen mit England, maßgeblich zur Entwicklung des modernen Klaviers beitragen sollte. Der deutsche Clavichord-Lehrer Gottlieb Schröter erfand etwa um 1717 zwei Hammermechaniken für Cembali, die er allerdings aus finanziellen Gründen nicht weiterentwickeln konnte. Trotzdem galt er lange Zeit als Erfinder des Klaviers. Einer der bedeutendsten Orgelbauer der Barockzeit, Gottfried Silbermann, lernte im Jahre 1717 einen Hammerflügel aus Cristoforis Werkstatt kennen. Das Instrument gelangte im Tross von Musikern nach Dresden; diese waren einer Einladung gefolgt, am kurfürstlichen Hof drei neue Opern Antonio Lottis uraufzuführen. Zusammen mit Johann Ulrich von König konnte er das Instrument untersuchen und König übersetzte Maffeis Beschreibung der Mechanik ins Deutsche. Silbermann hatte das nötige Know-How sowie die finanziellen Mittel, um ein eigenes Modell, basierend auf Cristoforis Mechanik, zu entwickeln, das er im Jahre 1726 präsentieren konnte. Er baute in der Folge ein weiteres Hammerklavier. „Eins davon hatte der sel. Kapelm. Hr. Joh. Sebastian Bach gesehen und bespielet. Er hatte den Klang desselben gerühmet, ja bewundert: Aber dabey getadelt, daß es in der Höhe zu schwach lautete, und gar zu schwer zu spielen sey. Dieses hatte Hr. Silbermann, der gar keinen Tadel an seinen Ausarbeitungen leiden konnte, höchst übel aufgenommen. Er zürnte deswegen lange mit dem Hrn. Bach.“ Trotzdem arbeitete Silbermann fast zehn Jahre lang an der Verbesserung seiner Instrumente und erntete schließlich Bachs Anerkennung. Nach dem Regierungsantritt König Friedrichs II. von Preußen konnte der Freiberger Instrumentenbauer 15 Instrumente an den Hof nach Potsdam liefern. 1747 improvisierte dann Johann Sebastian Bach vor dem König auf einem dieser Hammerflügel sein dreistimmiges Ricercare. Dieses heute im Neuen Palais Potsdam aufbewahrte Instrument wird von der Firma Neupert nachgebaut.

Zu dieser Zeit verfügte das Hammerklavier offenbar bereits über einen guten Ruf. Es war das universellste Tasteninstrument und ein exzellentes Klangwerkzeug für einen professionellen Musiker. Silbermanns Piano Fort genannte Hammerklaviere verfügten über eine Prellmechanik. Neu kam eine Dämpfungsaufhebung mit Handhebeln dazu, die seither (heute über die Bedienung durch das Forte-Pedal) zur Grundausstattung eines jeden Klaviers gehört.
Zahlreiche Schüler Silbermanns führten seine Arbeit fort und entwickelten sie weiter. Als besonders innovativ erwies sich Christian Ernst Friederici. Er baute als Erster ein Tafelklavier und experimentierte viel mit aufrecht stehenden Instrumenten; berühmt und eindrucksvoll sind seine Pyramidenflügel. Zwölf von Silbermanns Studenten (deshalb auch „die zwölf Apostel“ genannt) flohen in den Wirren des Siebenjährigen Krieges nach England, wo sie die englische Klavierbautradition begründeten.
Der Orgelbauer Johann Andreas Stein erlernte beim elsässischen Zweig der Silbermann-Familie in Straßburg sein Handwerk. Er gründete 1750 in Augsburg seine eigene Werkstatt und begann, eigene Hammerklaviere zu entwickeln. Er nahm entscheidende Veränderungen vor, die den Klavierbau der folgenden Dekaden nachhaltig prägten. Er verbesserte Silbermanns Prellmechanik, indem er eine Auslösung einbaute, wodurch sie leichter spielbar wurde. Diese Prellzungenmechanik entstand um 1781 und wurde als Deutsche Mechanik bekannt. Die Gehäuse seiner Instrumente waren viel robuster gebaut und vielfach verstrebt. Der Resonanzboden war kräftiger dimensioniert und unter Spannung durchgehend berippt. All diese Neuerungen verliehen Steins Hammerklavieren einen neuen Klangcharakter. Sie waren heller, durchdringender und präsenter. Die neue Ausdruckskraft stieß bei Komponisten und Musikern auf Begeisterung und schuf damit die Grundlage für das Klavier als Soloinstrument.

Steins Nachkommen führten das Geschäft weiter, seine Kinder Andreas und Nanette zogen 1794 nach Wien. Nach weiteren Verbesserungen wurde Steins Mechanik unter dem Namen Wiener Mechanik bekannt und von zahlreichen Klavierbauern adaptiert. Insbesondere bewirkte der Fänger, ein mit Lederauflage versehener Klemmklotz an der Taste, eine große Verbesserung der Spielmechanik. Er verhindert, dass der von den Saiten herabfallende Hammer zurückprellen kann und einen ungewollt doppelten Ton erzeugt.
Wien war damals neben London eine Weltmetropole der Musik und ein idealer Nährboden für Künstler und Erfinder. Über 100 Instrumentenbauer waren zeitweise in Wien aktiv, höchst angesehen die Geschwister Stein sowie Joseph Brodmann, Conrad Graf und Anton Walter.

Im Gegensatz zu Johann Andreas Stein, der Silbermanns Prellmechanik weiterentwickelte, griffen die englischen Klavierbauer, darunter viele Silbermann-Schüler, die in den Wirren des Siebenjährigen Krieges nach England ausgewandert waren, direkt auf Cristoforis Stoßmechanik zurück. Aus praktischen und finanziellen Gründen fertigte Johann Christoph Zumpe etwa zwischen 1760 und 1762 sein erstes Tafelklavier an. Es war ein kostengünstig herstellbares Instrument mit einer einfachen Mechanik und wenig Ausschmückungen. Doch das Tafelklavier entwickelte sich zum echten Renner in London. Es wurde Mode, eines zu besitzen, so dass Zumpe „sie nicht schnell genug produzieren konnte, um das Verlangen des Publikums zu befriedigen“. Nun begannen zahlreiche andere Londoner Klavierbauer ebenso, Tafelklaviere zu bauen. Der im Vergleich zum Hammerklavier und zum Cembalo verhältnismäßig günstige Preis erlaubte es auch dem Bürgertum, ein Instrument zu erwerben. Der kommerzielle Erfolg des Tafelklaviers in England legte die Basis dafür, dass sich das Klavier schließlich zu einem der beliebtesten und weitest verbreiteten Instrumente des europäischen Bürgertums entwickelte.

Auch Americus Backers entwickelte um etwa 1772 eine neue Stoßzungenmechanik. Nach Verbesserungen durch Robert Stodart und John Broadwood wurde diese als Englische Mechanik bekannt. John Broadwood, schottischer Vorarbeiter, dann Schwiegersohn des nach London emigrierten Schweizers Burkhard Tschudi, war vermutlich einer der ersten, der wissenschaftliche Methoden anwandte, um Mechanik und Klang zu verbessern. Er ermittelte die optimale Position, an der der Hammer die Saite anschlagen sollte, damit diese voller tönt. Seither werden Klaviersaiten ca. bei einem Siebtel bis Neuntel ihrer klingenden Länge angeschlagen, eine ungerade Teilzahl, um Oberschwingungen und eine Klanganreicherung zu erzielen. Broadwood überbrückte erstmals den die Struktur des Flügels schwächenden Hammerschacht mit einer stählernen Klammer, Anbeginn der Entwicklung innerer Verstrebungen der Flügel. Die Hammerschacht-Brückenklammer ermöglichte ihm, den Tonumfang der Klaviatur um eine Oktave zu erweitern. Die Mehrung und Qualitätsverbesserung innerer Abstützungen bewirkte dann binnen weniger Jahrzehnte die Verbreiterung des Tonumfangs auf die heute gebräuchlichen 88 Tasten. Broadwoods Erfindungen waren äußerst erfolgreich. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts fertigte er rund 400 Pianos pro Jahr, deutlich mehr als jeder andere Hersteller. Broadwood wurde in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts mit seiner Manufaktur zum größten Klavierbauer der Welt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren zwei Flügelmechaniken vorherrschend: Die auf Johann Andreas Stein zurückgehende Wiener Mechanik (Prellzungenmechanik) und die von Backers, Stodart und Broadwood entwickelte Englische Mechanik (Stoßzungen­Mechanik). Die mit Wiener Mechanik ausgestatteten Instrumente waren graziler in der Bauart. Der Klang war dünner und süßer. Doch die Musiker und Komponisten der aufkommenden Romantik verlangten nach mehr Kraft, Lautstärke, größerem Tonumfang und mehr Ausdrucksmöglichkeiten, so dass sich die Englische Mechanik mehr und mehr durchsetzte. Um das Klangvolumen weiter zu verstärken waren etliche Anpassungen nötig. Mehr Klang erfordert größere und schwerere Hämmer. Dies war konstruktionsbedingt mit der englischen Stoßzungen­Mechanik besser zu realisieren. Zwischen 1750 und 1850 wuchs die Klaviatur von rund fünf auf sieben­einhalb Oktaven an. Der Trend zu größerer Lautstärke und größerem Tonumfang verlangte mehr und dickere Saiten, deren enorme Zugkraft aufgefangen werden musste. Der Weg führte über zusätzliche Verstrebungen und Eisenspreizen (ab 1799) schließlich zum eisernen Gussrahmen. Erste Patente dazu stammen von Broadwood (1827), Chickering (1843) und die heute übliche Form von Steinway & Sons (1859). Ab 1824 wurden Klaviersaiten aus stärker belastbarem Gussstahl hergestellt. Der 1830 erfundene kreuzsaitige Bezug erlaubte die Anordnung der Saiten in zwei diagonal übereinander verlaufenden Gruppen. Dies brachte Vorteile für die Statik des Instruments und ermöglichte längere Saiten auch in kürzeren bzw. niedrigeren Instrumenten.

Eine Innovation von Johann Heinrich Pape (1789–1875) im Jahre 1826 sollte tiefgreifende Auswirkungen auf den Klavierklang haben und diesen grundlegend verändern. Er umwickelte die Hammerköpfe nicht wie bisher üblich mit Leder, sondern mit einem Filzbelag. Filz kann bei richtiger Behandlung widerstandsfähiger als Leder sein und lässt sich auch besser bearbeiten. In der Maximal­Ausprägung des Hammerbaues nach den Entwicklungen von Henri Herz in Paris hatten die Flügel von Herz, Erard und Pleyel in Paris zur Zeit Chopins bis zu neun Lagen, innen am Holzkern begonnen mit zwei Lagen Hirschleder, mehrere unterschiedlich dichte Lagen Filz und Wolle bis hin zu Kaninchenfell außen als weichstem Werkstoff. Hämmer dieser extrem aufwendigen Art erlaubten Kundigen eine Reichhaltigkeit und Farbigkeit des Klavier­Klanges zu erzeugen, die mit der Entwicklung zu noch größeren Konzertsälen und zu höherer Lautstärke, erzielt mit dichtem ein- oder zweilagigem Filz, teils wieder verlorenging. Die Aufbringung des Filzes auf den Hammer ist ein delikater Prozess. Bei vielen Hammerherstellern ist die genaue Vorgehensweise ein gut gehütetes Geheimnis. Die Intonierung eines Klavieres, die durch Auflockern und teils Härten des Filzes erzielte Detail­Veränderung des Klanges eines Einzeltones zur Angleichung innerhalb des gesamten Tonumfanges, ist seither die höchste Kunst der Klavierbauer.

Eine bahnbrechende Erfindung im Klavierbau stammt vom Franzosen Sébastien Érard. Er entwickelte auf der Basis der Englischen Mechanik eine Repetitionsmechanik, die er 1821 patentieren ließ. Sie erlaubt mittels eines gefederten Repetierschenkels auf Höhe des auskoppelnden Stößels das Repetieren eines Tones, ohne die Taste ganz loslassen zu müssen. Der Repetierschenkel Érards ermöglicht seither im Flügel eine rasche Anschlagfolge für ein virtuoses, schnelles Spiel. Nach Verfeinerungen von Henri Herz, etwa in den Jahren 1840 bis 1850, entstand die Flügelmechanik der sogenannten doppelten Auslösung, die bis heute praktisch unverändert blieb.

Die Dämpfungsaufhebung erfolgte bei einfachen Instrumenten über einen Handzug, den Pantaleonzug oder Fortezug, im sogenannten „Mozartflügel“ über gut funktionierende Kniehebel, dann aber zunehmend über Pedale; neben der Dämpferaufhebung waren ein Moderator (Filztuchstreifen) und zunehmend die Verschiebung üblich, aber auch Fagottzug (gegen die Saiten gedrückte Pergamentrolle), Harfenzug (Bürsten- oder Tuchfransenleiste), Lautenzug (mit Leder bespannte Leiste), Janitscharenzug (Schlagwerk mit Pauke, Glocken bzw. Schellen) etc. Diese noch vom Cembalobau stammenden Modifikationen des Saitenklanges gingen jedoch nach 1830 drastisch zurück. Es verblieben am Klavier zunächst zwei Pedale, die Dämpfungs­Aufhebung („forte“) und die seitliche Verschiebung des Hammeranschlags („una chorda“).

Das Hammerklavier erlebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Blütezeit und war nicht mehr aus der Gesellschaft wegzudenken. Das Klavier war den Fürstensalons entwachsen, es wurde in Form des großen Konzertflügels integraler Bestandteil des Konzertwesens großer Städte und in der Form von Tafelklavieren, beginnenden Hochklavieren und teils Flügeln auch der gutbürgerlichen Wohnung.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren die meisten Elemente des modernen Klaviers, sowohl beim Flügel als auch beim Piano, entwickelt. Was folgen sollte, waren einige wenige Neuerungen, v.a. die Kreuzbesaitung beim Flügel, besonders aber kontinuierliche Verfeinerungen und Verbesserungen bei Mechanik, Konstruktion und Herstellungsverfahren. Charakteristisch für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist eine nie zuvor da gewesene Intensivierung der Produktion. 1850 wurden in Europa rund 33.000 Klaviere gefertigt, 1910 waren es bereits 215.000 Stück. Die starke Zunahme dürfte zum einen mit der stetig steigenden Beliebtheit des Klaviers bei der bürgerlichen Mittelklasse, bei der der Besitz eines Pianos zum Statussymbol avancierte, zum anderen aber auch mit der generellen Bevölkerungszunahme im 19. Jahrhundert zusammenhängen. Das einst so beliebte Tafelklavier wurde vom Piano verdrängt, wobei es gewissermaßen Opfer seines eigenen Erfolgs wurde. Es entwickelte sich vom anfangs einfachen, kleinen Instrument zu einem großen und schweren Koloss in exklusiver Ausführung. Die Lücke füllte das neue, kleinere und preiswertere Pianino, das international zum mit Abstand beliebtesten Hausinstrument des Bürgertums wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten die meisten Instrumentenbauer ihre Tafelklavierproduktion eingestellt.

An der Londoner Industrieausstellung (Great Exhibition) von 1851, eine der ersten großen internationalen Weltausstellungen, trafen sich erstmals Klavierhersteller aus ganz Europa und der neuen Welt. Die Ausstellung war ein riesiger Erfolg und sollte fortan regelmäßig stattfinden. Solche Anlässe ließen technologische Vergleiche zu, stachelten die Konkurrenz an und trugen wesentlich zu Innovationen bei. Eine zentrale Rolle bei den weiteren Entwicklungen des Klaviers spielte Heinrich Steinweg und sein Sohn Henry Steinway. Sie patentierten 1859 die vollständige Verbindung von Gussrahmen und Kreuzbesaitung bei Flügeln und 1866 den Einbau von Gussrahmen und Kreuzbesaitung bei Pianinos. 1878 ließ Steinway die Formbiegung des Flügelgehäuses aus laminierten Ahornschichten patentieren. Mit diesen Neuerungen war die Form und Grundkonstruktion des modernen Klaviers entstanden, die sich seither, seit über 140 Jahren, kaum mehr verändert hat. Die Neuerungen wurden bald von anderen Herstellern übernommen.

Während in den Kriegen und politischen Umwälzungen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts viele Klavierbauer aus Deutschland und Frankreich nach England und nach Amerika flohen, kehrten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele wieder zurück nach Europa. Deutschland wurde, vor England, Frankreich und den USA, zum führenden Klavierherstellerland weltweit. Deutsche Klavierbauer lieferten in die ganze Welt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts boomte das Klavier auch in den Vereinigten Staaten, die die europäische Produktion bald überholten. 1910 wurden in den USA 370.000 Klaviere produziert, im Gegensatz zu 215.000 in Europa. Der Hochblüte der Klavierbaukunst in Deutschland wurde durch die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise ein jähes Ende gesetzt. Zahlreiche Hersteller mussten ihre Fabriken schließen, verloren sie durch Zerstörung im Krieg oder mussten auf Kriegsmaterialproduktion umstellen. Nur zaghaft erholte sich die Branche nach dem Zweiten Weltkrieg und erst in den 1960er Jahren begann allmählich wieder ein Aufschwung. Auch die deutsche Wiedervereinigung wirkte sich positiv auf den Klavierbau aus, konnten sich doch bis 1990 traditionsreiche Firmen in Ostdeutschland (zum Beispiel Blüthner) nicht voll entfalten. Der Einbruch der europäischen Klavierproduktion wurde von der amerikanischen und der aufkommenden asiatischen kompensiert. Besonders die letzten Jahrzehnte sind durch den boomenden Klavierbau in Japan, Südkorea und China geprägt. Die japanische Yamaha Corporation fertigt mittlerweile Flügel auf höchstem Niveau, die man immer öfter in Konzertsälen (z. B. der Philharmonie in Berlin) antrifft. Die koreanische Young Chang und die chinesische Pearl River Gruppe gehören heute zu den zahlenmäßig größten Klavierherstellern der Welt.
Quelle für Teile des Textes: www.wikipedia.de

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